Versicherungslexikon

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Unfallversicherung

Generell werden die gesetzliche Unfallversicherung sowie die private Unfallversicherung unterschieden. Die gesetzliche Unfallversicherung soll in erster Linie vor Berufskrankheiten, vor (berufsbedingten) gesundheitlichen Risiken sowie vor Arbeitsunfällen im Allgemeinen schützen. Darüber hinaus dient sie dazu, die Leistungsfähigkeit aller versicherten Personen, insbesondere nach einem Unfall oder einer Erkrankung wieder herzustellen.

Der gesetzlichen Unfallversicherung liegt eine relativ lange, historische Tradition zugrunde, denn schon zur Mitte des achtzehnten Jahrhunderts fand sie in gewissen sozialen Bereichen aktiv Verwendung. Im Laufe der Jahre haben sich die Leistungen sowie auch die gesetzlichen Vorgaben kontinuierlich angepasst und verbessert.

Ein Anrecht auf den Erhalt der Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung haben in erster Linie sozialversicherungspflichtige Personen. Dieses sind unter anderem (sozialversicherungspflichtige) Arbeitnehmer, Schul-, Kindergarten- und Tagesstätten-Kinder, Studenten und Auszubildende, mithelfende Personen des Zivil- oder des Katastrophenschutzes, Landwirte etc. Aber auch Unternehmer, Selbständige und Freiberufler sowie deren im Betrieb mitarbeitende Ehepartner profitieren von diesem Versicherungsschutz.

Dieser greift beispielsweise im Falle eines Arbeitsunfalls, bei einem Wegeunfall sowie nach Auftreten einer Berufskrankheit (sofern diese gemäß geltender Berufskrankheiten-Verordnung anerkannt wird.) Im Gegensatz dazu verhält es sich bei der der privaten Unfallversicherung allerdings so, dass ein 24-stündiger, weltweiter Versicherungsschutz gewährt wird.

Die Leistungserbringung der privaten Unfallversicherung erfolgt nach einem möglichen Schadensfall entweder in Form von Kapitalleistungen oder als Zahlung einer Unfallrente. Versicherte haben zusätzlich zur allgemeinen privaten Unfallversicherung die Möglichkeit, weitere Optionen mit einzuschließen, um einen optimalen Versicherungsschutz zu erzielen. Dieses sind häufig Bergungskosten, kosmetische Operationen, Todesfall, Sofortleistungen im Falle von schwerwiegenden Verletzungen, Kurkosten-Erstattung oder ähnliche Leistungen. Dabei steht es den Versicherten gleichermaßen frei, ob z. B. eine Beitragsrückgewähr, eine verbesserte Gliedertaxe oder eine Leistungsanpassung bei bestimmten Invaliditätsgraden hinzu gewählt werden.