Versicherungslexikon

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Berufsunfähigkeitsversicherung

Für den Fall einer Berufsunfähigkeit, die beispielsweise aufgrund einer schwerwiegenden Erkrankung oder durch einen Unfall hervorgerufen wurde, haben versicherte Personen Anspruch auf den Erhalt einer Berufsunfähigkeitsrente. Diesbezüglich gilt allerdings seitens der Versicherer die folgende Definition: „Eine vollständige Berufsunfähigkeit ist dann gegeben, wenn die versicherte Person aufgrund von Krankheit, Kräfteverfall oder bedingt durch eine Körperverletzung nicht in der Lage ist, voraussichtlich für mindestens ein halbes Jahr den Beruf, so wie er noch im vorangegangenen Gesundheitszustand ausgeübt wurde, nicht mehr ausüben zu können. Jedoch sind die gesundheitlichen Beeinträchtigungen selbstverständlich explizit durch spezialisierte Mediziner nachzuweisen und zu bestätigen“.

Darüber hinaus ist es unter Umständen ebenfalls möglich, eine teilweise Berufsunfähigkeit abzusichern. Wissenswert ist in diesem Zusammenhang, dass selbst die Versicherung einer Hausfrau durchaus nicht unüblich ist.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung gehört – neben der Unfallversicherung – zu der Gruppe der Invaliditätsversicherungen. Dabei ist es sowohl möglich, diese als zusätzliche Versicherung zu einer Renten- oder Lebensversicherung zu vereinbaren, als auch eine „selbständige Berufsunfähigkeitsversicherung“ zu vereinbaren. Im Gegensatz zur Erwerbsunfähigkeit, bei der eine krankheits- oder behinderungsbedingte Einschränkung des Versicherten vorliegen muss und dieser daher aufgrund physischer oder psychischer Zustände den eigenen Lebensunterhalt mittels der Ausübung einer beruflichen Tätigkeit nicht mehr sicherstellen kann, greift die Berufsunfähigkeitsversicherung dann, wenn der Versicherte innerhalb einer bestimmten Berufssparte nicht mehr eingesetzt werden kann. Daher wird vor einer letztendlichen Bewilligung der Leistungen geprüft, ob und inwieweit die versicherte Person möglicherweise andere Berufe ausüben kann.

Abhängig vom jeweiligen Versicherer können die Leistungen aus der Berufsunfähigkeitsrente gegenwärtig lediglich bis zur Vollendung des 65. Lebensjahr in Anspruch genommen werden, in Ausnahmefällen bis zum 67. Lebensjahr.